Archivnachweise

 

30. Tagung der 10. Volkskammer der DDR - Sondersitzung (Teil 3) (62'25")

Fortsetzung der Direktübertragung von der 30. Volkskammertagung der 10. Wahlperiode unter der Leitung von Reinhard Höppner (SPD/DDR). Nach Rücktrittserklärungen von neun Ministern in der 29. Tagung hatte der Ministerpräsidident Lothar de Maizière diese Sondertagung gefordert. Im Tagesordnungspunkt 2 wird der Antrag von mehr als 20 Abgeordneten der Fraktion CDU/Demokratischer Aufbruch CDU/DA behandelt: In einer Volkskammertagung am 9. Oktober 1990 soll der Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der BRD gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes mit Wirkung vom 14.Oktober 1990 beschlossen werden. Abänderungsantrag der Fraktionen CDU/DA, Deutsche Soziale Union (DSU), F.D.P. und SPD/DDR zum Antrag von Abgeordneten der Fraktion CDU/DA. Vertreter der Fraktionen PDS und Bündnis 90/Grüne weisen auf die historische Bedeutung einer Abstimmung über den Beitritt am 3. Oktober 1990 hin, ohne daß vorher die Bedingungen fertig ausgehandelt sind. Es gibt erneut Wortmeldungen aus allen Fraktionen zum Abänderungsantrag. In namentlicher geheimer Abstimmung wird dem gemeinsamen Antrag der Fraktionen CDU/DA, DSU, F.D.P. und SPD/DDR zum Beitritt am 3. Oktober 1990 zugestimmt.


 

Ausschnitt: 30. Tagung der 10. Volkskammer der DDR. Beitrittstermin (5'11")

Ausschnitt aus der 30. Volkskammertagung der 10. Wahlperiode. Sabine Bergmann-Pohl gibt das Abstimmungsergebnis zum gemeinsamen Antrag der Fraktionen CDU/DA, Deutsche Soziale Union (DSU), F.D.P. und SPD/DDR über den Beitrittstermin der DDR zur BRD am 3. Oktober 1990 bekannt. Der Antrag wird angenommen. Sie spricht über die historische Bedeutung der Beitrittserklärung. In einer persönlichen Erklärung äußert Gregor Gysi (PDS) im Anschluss sein Bedauern über die getroffene Entscheidung: „Das Parlament hat soeben nicht mehr und nicht weniger als den Untergang der Deutschen Demokratischen Republik zum 3. Oktober 1990 beschlossen.“ (BC 34144: TC 02:49:08-02:54:19)